Kihveli Soikoon in Hankasalmi
19-21.07.2001
Reisebericht von Volker
"Mütze" Blädel
Am Freitag trafen wir uns sehr früh
( halb 9 morgens ) am Flughafen Hamburg um unsere aufregende Tour nach
Hankasalmi / Finnland anzutreten.
Nachdem endlich auch Mütze mit
seinem Koffer für 2 Wochen am Flughafen eingetroffen ist (endlich konnte die am
Schalter schon eingerichtete Blädel-Gruppe abgeschlossen und gebucht werden -
Mutter Blädel, Vater Blädel, Carsten Blädel, Mütze Blädel) wurde auch Günni
etwas ruhiger, da nun alle seine Schäfchen vor Ort waren.

Außer Tilli.....Aus Gründen, die er
uns bis heute nie erläutert hat, steigt er partout nicht in ein Flugzeug....nun
denn - er hatte sich bereits am Anfang der Woche mit Frau, Instrumenten und dem
guten alten 2 - Mann Zelt (eins davon für Tilli selber) aufgemacht um seinem
alten aber zuverlässigem Saab zumindest auf der Durchreise mal zu zeigen wo er
geboren wurde
Endlich an Bord - alle sind da -
sind wir natürlich gespannt auf das Wetter in Finnland.
Man hatte uns in Finnland vor den
Mördermücken gewarnt. Na klar, im Land der 1000 Seen wahrscheinlich - ich muss
allerdings sagen, dass ich wenig Bekanntschaft mit diesen Viechern gemacht habe
- vielleicht lag es auch daran, dass wir so vorsichtige Bandfrauen dabei
hatten, die sich so dick mit Mückenschutz eingerieben haben, dass im Umkreis
von 500 Metern die Mücken ohnmächtig von den Bäumen gefallen sind.
Die landesspezifischen Gewohnheiten haben wir sehr schnell
und mehr oder weniger ungewollt am Leibe zu spüren bekommen. Sicher haben wir
uns über die komischen Schilder mit durchgestrichenen Gläsern drauf gewundert –
aber nur im ersten Moment.
Als wir dann in fröhlicher Runde mit
einem Glas Bier in der Hand das Festzelt verlassen wollten, wurden wir
freundlich aber bestimmt in das Zelt verwiesen - mit einem Hinweis auf das
allgemeine Verbot, in der Öffentlichkeit zu trinken. Das war für uns jetzt neu.
Bei näherer Betrachtung sind uns
dann aber auch die Ordnungskräfte an jedem noch so kleinen Ein- oder Ausgang
aufgefallen, die mit strengem Blick diese Auflagen überwacht haben.
Trotzdem hat uns das Bier geschmeckt
und war sogar bezahlbar.
Zum finnischen Publikum kann man eigentlich nur sagen - es
ist ein sehr offenes und dankbares Publikum.
Man muss sich das vorstellen. Der
Ort Hankasalmi hat insgesamt 6000 Einwohner, vier Supermärkte, eine Kirche (die
drittgrösste Holzkirche der Welt!) und wir mussten innerhalb Hankasalmis vom
Bahnhof bis zu unserer Unterkunft ca. 20 Km mit dem Auto fahren.
Nun kommen dort einmal im Jahr zu
einem 3 Tage dauernden Festival in guten Zeiten ca. 10.000 ! Besucher und
amüsieren sich. Die Besucher nehmen Fahrtwege von bis zu 250 Km oder mehr in
Kauf.
Die Finnen lieben Slapstick auf der Bühne
- je verrückter die Show und je ausgefallener die Kostüme, desto besser sind
die Reaktionen des Publikums.
In Finnland ist die Grenze zum Peinlichen sehr viel weiter
als in Deutschland. Das bedeutet natürlich auch eine sehr ausgelassene
Stimmung.
Wir wurden sehr herzlich aufgenommen
und bedanken uns hiermit noch einmal für 3 unvergessliche Tage die bei uns
einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.
Wie sagt man so schön auf Finnisch – Kiitos, Danke.